Wesen des Biomechanisch-neurofunktionellen Physiotherapiekonzepts (nach Friedrich Ch. Horn)

Das Biomechanisch-neurofunktionellen Physiotherapiekonzept beinhaltet die Grundbehandlungen mit der Dynamischen Wirbelsäulen-Therapie© - DWTH - und der Manuellen Extremitätengelenks-Mobilisation© - MEMH - zusammen mit eigens modifizierten weiteren Anwendungen der Physikalischen Therapie bzw. Physiotherapie – entwickelt von Friederich Ch. Horn (Biomechaniker mit Ausbildung Physikalische Therapie und Physiotherapie, Gesundheitspädagogik).

1      Haltung und Bewegung

2      Folgen von Fehlhaltungen und Fehlbewegungen

3      Befund von Fehlbelastungen

4      Korrektur von Fehlhaltungen und Fehlbewegungen
        Übungsbehandlung

5      Korrektur von Fehlhaltungen und Fehlbewegungen
        Ergonomie

6      Korrektur von Fehlhaltungen und Fehlbewegungen
        Mobilisationsbehandlung

7      Korrektur von Fehlhaltungen und Fehlbewegungen
        Zusatzmaßnahmen

1   Haltung und Bewegung

Nahezu jeder Mensch hat „sein“ individuelles Bild der Haltung und Bewegung. Dieses Haltungs- und Bewegungsmuster hat sich zu einem Teil entwickelt aus geerbten Komponenten, welche uns unsere Vorfahren „mitgegeben“ haben, ähnlich z. B. der Farbe der Augen oder des Teint. Sie sind in den verschiedenen Zentren des Nervensystems, welche für die Steuerung der Haltungs- und Bewegungsimpulse zuständig sind, an- und abgelegt (diese Zentren sind verteilt, je nach Aufgabe und der dafür notwendigen feinmotorischen sowie willkürlichen und unwillkürlichen Steuerung, von der Großhirnrinde bis ins Rückenmark). Dieser Anteil unseres Haltungs- und Bewegungsmusters ist der „genuine“.

Wir haben aber auch mehr oder weniger ein ganzes großes Sammelsurium an solchen (Fehl-)Haltungen und -Bewegungen, die wir uns im Laufe unseres Lebens bisher angeeignet haben als sog. „habituelles Muster“. Diese Eigenarten unserer Haltung und Bewegung wurden anerzogen, von anderen Personen bewusst oder unbewusst kopiert, aber auch durch Tätigkeitsabläufe und an den Alltag angepasste Haltungen erworben, zusammen und auf der Basis des genuinen Musters.

   

Im Zentralnervensystem
sind unsere Haltung und
Bewegung abgespeichert

<Zurück zum Inhaltsverzeichnis> 

 

2   Folgen von Fehlhaltungen und Fehlbewegungen

Haltungs- und Bewegungsmuster sind nicht immer symmetrisch, vielmehr  zeichnen sie sich durch ihre Einseitigkeit aus. Die Muskulatur wird dadurch teilweise einseitig ausgeprägt und zunehmend fehlbelastet mit den möglichen Bildern von Muskelhartspann, Muskelverkrampfungen, Muskelschmerzen, sog. Myogelosen.

Auf der Basis der individuellen Muster unserer Körperhaltungen und –bewegungen entstehen früher oder später mechanische Fehlbelastungen an unseren Gelenken, dem Becken, und der Wirbelsäule mit den Bildern arthrotischer und/oder hyperlordotischer, hyperkyphotischer, skoliotischer Beschwerden.

Dieses gesamte Geschehen kann wiederum zu Störungen am Nervensystem führen mit den Symptomen von Schmerzen und Funktionsstörungen wie z. B. durch Wirbelsäulenfehlhaltungen oder Bandscheibenschäden irritierte Nerven.

 

Einige der durch Fehlhaltungen und Fehlbewegungen auslösbaren Schmerzbilder

 <Zurück zum Inhaltsverzeichnis> 

 

3   Befund von Fehlbelastungen

Nach einem, die Gesamtsituation des Patienten erfassenden Gespräch (anamnestisches Gespräch) wird bei der DWTH und der MEMH ein Status bezüglich der vorliegenden Haltung und Bewegung erhoben um Ursachen von Fehlbelastungen zu erkennen (der Ist-Zustand des Patienten wird definiert).

 

 

<Zurück zum Inhaltsverzeichnis> 

 

4   Korrektur von Fehlhaltungen und Fehlbewegungen – Übungsbehandlung

Entgegen den so gefundenen gesamten motorischen Fehlfunktionen erhalten die mit der DWTH Behandelten individuelle Übungen, die einmal zu dem genuinen Haltungs- und Bewegungsmuster eine korrigierende Kraft entgegensetzen, die aber auch, zumindest zu einem großen Teil, das habituelle Fehlmuster austrainieren können. Maßstab dabei ist der biomechanischen Idealzustand als der Soll-Zustand. Der Haupteffekt dieser Übungen wirkt sich, deren regelmäßige Durchführung vorausgesetzt, dann in einer, für die Behandelten nicht oder kaum wahrnehmbaren und zunehmenden Korrektur der alltäglichen Körperhaltungen und Bewegungen aus. Dadurch kommt es häufig erstaunlich rasch zur Abnahme vorliegender Beschwerdebilder bei den damit behandelten Personen.

<Zurück zum Inhaltsverzeichnis> 

 

5   Korrektur von Fehlhaltungen und Fehlbewegungen – Ergonomie

Zusätzlich werden Alltagsbelastungen zusammen mit den Behandelten gesucht und auf ihre fehlbelastenden Komponenten hin analysiert. Für solche, zu Fehlbelastungen führende, Abläufe werden dann, so weit dies möglich ist, physiologische Alternativen und korrigierende Bewegungen gemeinsam mit den Betroffenen gesucht und erarbeitet, damit nicht der Alltag weiter das Bewegungssystem fehlbelastet.

Der Patient der DWTH erhält also nicht nur eine Behandlung, sondern ein Know-how dafür, was er/sie selbst tun können, um Ihre zu Überlastungen führenden Fehlhaltungen- und –bewegungen, häufig anhaltend, zu korrigieren.

<Zurück zum Inhaltsverzeichnis> 

 

6   Korrektur von Fehlhaltungen und Fehlbewegungen – Mobilisationsbehandlung

Am Patienten vorliegende Störungen werden aber auch passiv zu beheben versucht. Dies geschieht je nach Befund und sich daraus ergebender Notwendigkeit durch Mobilisationen an den eingeschränkten Bewegungseinheiten der Gelenke von Armen und Beinen, des Beckens und der Wirbelsäule, der Rippen- und Schlüsselbeingelenke sowie der Kiefergelenke. Um eine optimal entspannte Lagerung der so Behandelten zu gewährleisten, liegen diese auf dem eigens für diese Therapieverfahren entwickelten Therapie-Kissen nach Horn®, dem einzigen, das in dieser Art überhaupt internationalen Patentschutz erhielt.

 <Zurück zum Inhaltsverzeichnis> 

7   Korrektur von Fehlhaltungen und Fehlbewegungen – Zusatzmaßnahmen

Ergänzt werden solche Maßnahmen durch einzelne oder aufeinander abgestimmt kombinierte spezielle Kälte- und/oder Wärme-Anwendungen, einer eigenen Anwendungsart der Elektrotherapie, aber auch durch diverse Reflexzonenbehandlungen bzw. Muskelenergietechniken, die allesamt auf allgemein wissenschaftlich  anerkannten Erkenntnissen basieren. Naturwissenschaftlich nicht einwandfrei nachvollzieh- oder erklärbare Maßnahmen, wie sie z. B. aus dem Bereich der Akupunktur oder der Homöopathie stammen, finden bei der DWTH und der MEMH keine Anwendung (diese Aussage ist nicht wertend zu verstehen!).

<Zurück zum Inhaltsverzeichnis> 

 

© seit 1978 by Friedrich Ch. Horn
 


Als künftiger Kursteilnehmer sehen Sie bitte zusätzlich noch unter der Rubrik
Allgemeine Informationen zur Dynamischen Wirbelsäulen-Therapie
nach

wie auch unter
Kursinformationen zur Dynamischen Wirbelsäulen-Therapie

sowie bei
Kursinformationen zur Manuellen Extremitätengelenksmobilisation ad Modum Horn® - MEMH
   

Zur Startseite

Kontakt zu uns

© Urheber- und Autorenrechte national und international für Texte und Abbildungen by
Friedrich Ch. Horn, D-87672 Roßhaupten