© by Friedrich Ch. Horn, D-87672 Roßhaupten

 

Dynamische Wirbelsäulen-Therapie

 

Pressebasistexte zur Pressetextgestaltung

Vier Basis-Rohtexte stehen hier als Quelle für Pressetextgestaltungen zur Verfügung. 
Texte zur Auswahl:

Kurzdarstellung - Geschichte und Entstehung

Zusammenfassung - die komprimierte Presseinformation

Text A - Original Wirbelsäulensäulentherapie in Roßhaupten - umfangreicher und sachlicher Pressetext als leicht gekürzte Fassung von Text B.

Text B - Plattenspieler gegen Wirbelprobleme - der umfangreicher persönlicherer und peppigerer Pressetext - die Fassung des Textes einer Journalistin, die selbst an einem Familienmitglied erlebte, welche positiven Ergebnisse die Dynamische Wirbelsäulen-Therapie zu bringen vermag.

Fotos stehen digitalisiert (je ca. 780 KB) zum Download zur Verfügung unter http://www.dwth.de/horn_pressefoto_01.jpg und http://www.dwth.de/horn_pressefoto_02.jpg.

  
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Kurzdarstellung

Dynamische Wirbelsäulen-Therapie©

Der Begriff »Dynamische Wirbelsäulen-Therapie©« - DWTH - wurde erstmals für eine eigenständig sich entwickelnde Behandlungsart der Physikalischen Therapie und Physiotherapie von ihrem Begründer, dem Biomechaniker für Physikalische Therapie/Physiotherapie Friedrich Ch. Horn, 1979 als Therapieeigenname, so wie sie z. B. auch die Bezeichnungen »Manuelle Therapie« oder »Manuelle Medizin« darstellen, eingeführt. Die DWTH ist streng an der wissenschaftlichen Anatomie und ihrer Mechanik, der Biomechanik, sowie der Physiologie, Neurologie und Neurophysiologie orientiert.

Der DWTH-Behandlungsaufbau gliedert sich in

Anamnese, in der möglichst alle Hintergründe, die zu den beim Patienten vorliegenden Beschwerden führten, erfasst werden, damit diese dann bei der Therapie berücksichtig werden können;

Befund bezüglich der gesamten Haltungs- und Bewegungsmuster;

passive Therapie zur Mobilisation immobiler Gelenke des Beckens, der Wirbelsäule, des Kopfes, der Schlüsselbeine sowie der Arme und Beine und zur

Entlastung sowie Stabilisierung solcher oben genannter Gelenke, die hypermobil und dadurch überlastet sind, denn diese führen zu schmerzenden und schmerzausstrahlenden Symptomen;

aktive Übungsanleitung für ein Heimübungsprogramm, das die Behandelten zunehmend aus ihren Fehlhaltungen und Fehlbewegungen heraustrainiert und zur physiologischen Norm hin stabilisiert;

kognitive Anleitung zum Erkennen jener Alltagseinflüsse, die das Bewegungssystem überbelasten und schädigen können.

Die Lagerung bei den passiven Komponenten der Dynamischen Wirbelsäulen-Therapie zeichnet sich aus durch die Verwendung des bei der Entwicklung mit entstandenen Physio-Lagerungssystems, dem Therapie-Kissen nach Horn®, das als einziges Lagerungskissen dieser Art international patentiert wurde. Auf diesem Lagerungssystem, das eine spezielle Form hat und luftgefüllt ist, liegen die Behandelten weitestgehend drucklos, ähnlich wie in einem auftriebgebenden Solewasser. Darauf lassen sich milde, die gelenkte Eigenregulation und Eigenreposition ermöglichende Schwingungen durchführen.

Die DWTH wird immer noch weiter entwickelt von und unter der Führung ihres Begründers und von ihm einem kleinen Kreis auserlesener Therapeuten gelehrt, die sich, um diese Therapie erfolgreich anwenden zu können, im zweijährigen Turnus einer Fortbildung des Fortbildungsinstituts des Therapiebegründers unterziehen müssen. Zum Beraterstab bei den einzelnen Entwicklungen der Behandlungsmaßnahmen zählen Masseure, Physiotherapeuten-Krankengymnasten, Sportwissenschaftler, Orthopäden, Neurologen, Radiologen, Physiologen und Anatomen.

Die von Friedrich Ch. Horn als Ergänzung zur DWTH entwickelte »Manuelle Extremitätengelenks-Mobilisation ad Modum Horn®« ist ein kleiner „Ableger“ der DWTH und bewährt sich bei der Behandlung der Arm- und Beingelenke.

An dieser Stelle sei kurz auf folgendes hingewiesen:
Da der Ruf der »Dynamischen Wirbelsäulen-Therapie« über Jahre ein sehr guter wurde, wird immer wieder dieser Therapieeigenname, der für dieses eigene Behandlungskonzept von Friedrich Ch. Horn steht, von unautorisierten Personen missbraucht, wie es auch immer wieder zu Urheber-, Patent- und Zeichenrechts-Verletzungen kommt.

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Zusammenfassung

Roßhaupten im südlichen Ostallgäu hat etwas, was heutzutage nur wenige Orte vorzuweisen haben: Dort praktiziert und lebt der Begründer der »Dynamischen Wirbelsäulen-Therapie«. Der mehrfache Erfinder, Biomechaniker und Lehrtherapeut Friedrich Ch. Horn hat seit mehr als 30 Jahren zum Ziel, spezielle und gezielte Behandlungstechniken und Trainingsprogramme gegen Rücken- und Gelenkprobleme zu entwickeln.

Die Dynamische Wirbelsäulen-Therapie (DWTH) beinhaltet eigenständige Techniken, die streng auf der angewandten Mechanik des menschlichen Körpers und der zugehörigen nervlichen Steuerung basieren.

Horn ist es gelungen, Techniken zu finden, die am entspannten Patienten Fehlstellungen gezielt und passiv beheben. Gereizte Gelenke, die Wirbelsäule oder geschädigte Bandscheibenanteile werden von ihm nicht nur direkt therapiert. So mobilisiert er nur Gelenke und Wirbel, die zu wenig oder eingeschränkt und in falscher Art beweglich sind. Diese sind nach seinen Erkenntnissen diejenigen, die oft an ganz anderen Stellen des Körpers Beschwerden auslösen können. Die Mobilisation erfolgt mit zielgerichteten Griffen, die größtenteils schwingend auf dem Lagerungssystem mit dem von ihm ebenfalls entwickelten Therapie-Kissen nach Horn durchgeführt werden. Es erhielt als einziges Lagerungskissen zur Patientenbehandlung internationalen Patentschutz.

Ebenso hat Friedrich Horn bis dahin nicht beschriebene Muskelaktionen nachgewiesen, die miteinander in Verbindung stehen und über den ganzen Körper verlaufen, von den großen Muskeln der Arme und Beine bis zur kleinsten Muskulatur an der Wirbelsäule. Mit diesem Mechanismus der indirekten Einleitung und einer daraufhin fortgeleiteten eng umschriebenen Stabilisation werden zum einen Funktionsstörungen an Wirbeln, ganzen Wirbelsäulenabschnitten, aber auch an Gelenken, die Ursachen von Fehlbelastungen sind, über Reflexe aktiv verändert. Außerdem kommt es durch das gezielte Ansprechen der Bewegungszentren im Gehirn und Rückenmark zunehmend zu einer unbewussten Korrektur der gesamten Körperhaltung. Dazu erhalten die Behandelten ihr individuelles Übungsprogramm, das bei seiner Durchführung den lange anhaltenden positiven Effekt dieser Therapie festigt. Zusätzlich erhalten die Behandelten ihr persönliches Know-how, damit sie sich „rücken- und gelenksgesund“ im Alltag verhalten können. Mit diesen Maßnahmen wird oft eine zwanglos erreichte haltungsorientierte Verhaltensänderung ausgelöst.

Die Praxis wurde in das südliche Ostallgäu nach Roßhaupten verlegt, damit die Patienten, die aus dem gesamten deutschsprachigen Raum und aus Übersee zu Friedrich Ch. Horn, dem Begründer der Dynamischen Wirbelsäulen-Therapie, kommen, gleichzeitig ein paar schöne Urlaubstage zwischen Königs- und Pfaffenwinkel verbringen können.

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Text A

Original Wirbelsäulensäulentherapie in Roßhaupten

Roßhaupten im südlichen Ostallgäu hat etwas, was heutzutage nur wenige Orte vorzuweisen haben: Der Begründer einer eigenständigen Therapie praktiziert dort seine »Dynamische Wirbelsäulen-Therapie«.

Der Therapeut und Biomechaniker Friedrich Christian Horn hat es sich zu einem Lebensziel gemacht, ganz gezielte Trainingsprogramme und Behandlungstechniken zu entwickeln, um Rücken- und Gelenkproblemen zu begegnen.

Hilfesuchende mit Rücken, Becken-, Kopf- und Bandscheibenproblemen können seit mehr als 30 Jahren die Behandlung nach Horns Entwicklung, der Dynamischen Wirbelsäulen-Therapie (DWTH), wählen, und zwar bei ihm selbst bisher in Kaufbeuren, jetzt in Roßhaupten am Forggensee. Vor zehn Jahren kam seine »Manuelle Extremitätengelenks-Mobilisation« für die übrigen Gelenke hinzu.

Diese Behandlungsarten sind als Variante der physikalischen Therapie und Physiotherapie anzusehen und stellen eine Alternative zur Chirotherapie und Osteopathie dar, denn Horns Therapie kommt ohne Ruck und Knack aus.

Friedrich Ch. Horn analysiert zuerst die gesamte Körperhaltung und die Bewegungen des Patienten. Zu angeborenen und seit der Kindheit imitierten Fehlhaltungen kommen oftmals Fehlbelastungen und -haltungen am Arbeitsplatz und in der Freizeit hinzu, die dann hinter den Leiden stecken. Schlechte Stühle und Autositze, krumme Haltungen und generell zu wenig oder falsche Bewegung sind Gift für die Wirbelsäule.

Bei der Behandlung versucht der nunmehr 56-jährige die natürliche und, wie er sagt, „vom Schöpfer gewollte“ Funktion wieder herzustellen. Das kann beispielsweise zur empfohlenen Umstellung des Arbeitsplatzes oder zum Verzicht auf ungesunde Halbliege-Haltungen in der Freizeit, z. B. vor dem Fernseher, vielleicht auch zur Veränderung von falschen Schuhabsätze, führen. Sportliche Aktivitäten optimiert er zusammen mit den von ihm Behandelten ebenfalls.

Horn betrachtet seinen Befund und zieht ärztliche Diagnosen und Röntgenbilder hinzu, um sich sein eigenes Bild zum Problem zu machen und die individuellen Therapieprogramme zu erarbeiten. Die „Gegenmaßnahmen“ setzen sich zusammen aus passiver manueller Mobilisation, einer speziellen Elektro- und Ultraschalltherapie und einem Übungsprogramm für zu Hause.

Horn ist es gelungen, Techniken zu finden, die am entspannten Patienten Fehlstellungen gezielt und passiv beheben. Gereizte Gelenke, die Wirbelsäule oder geschädigte Bandscheibenanteile werden von ihm nicht nur direkt therapiert. So mobilisiert er nur Gelenke und Wirbel, die zu wenig oder eingeschränkt und in falscher Art beweglich sind. Diese sind nach seinen Erkenntnissen diejenigen, die oft an ganz anderen Stellen des Körpers Beschwerden auslösen können. Seine Mobilisationen erfolgen nur entgegen den Fehlstellungen und Fehlfunktionen in eine Richtung, um so eine fremdgesteuerte Eigenkorrektur des Körpers zu erreichen. Die Behandelten liegen dabei optimal entspannt auf dem ebenfalls von ihm entwickelten Therapie-Kissen nach Horn, das als einziges Lagerungsgerät in dieser Art internationalen Patentschutz erhielt.

Ebenso hat Friedrich Horn bis dahin nicht beschriebene Muskelaktionen nachgewiesen, die miteinander in Verbindung stehen und über den ganzen Körper verlaufen, von den großen Muskeln der Arme und Beine bis zur kleinsten Muskulatur an der Wirbelsäule. Mit diesem Mechanismus der indirekten Einleitung und einer daraufhin fortgeleiteten eng umschriebenen Stabilisation werden zum einen Funktionsstörungen an Wirbeln, ganzen Wirbelsäulenabschnitten, aber auch an Gelenken, die Ursachen von Fehlbelastungen sind, über Reflexe aktiv verändert. Außerdem kommt es durch das gezielte Ansprechen der Bewegungszentren im Gehirn und Rückenmark zunehmend zu einer unbewussten Korrektur der gesamten Körperhaltung. Horns Patienten bekommen dazu individuelle und auf den Einzelnen abgestimmte Übungs- und Haltungsprogramme für zu Hause mit asymmetrischen Übungen gegen ihre Fehlstellungen. Dadurch verändert sich ihre Haltung und Bewegung weitestgehend unbewusst zunehmend weg von Fehlbelastungen wieder hin zur gesunden und unbelastenden Bewegung. Um objektiv zu erkennen, ob diese Maßnahmen auch die richtigen Muskeln ansprechen, misst Horn deren Anspannung mit elektromedizinischen Geräten, dem Muskeltonometer und einem Muskel-EMG, nach. „Viele Patienten berichten, dass die Übungen ihnen völlig ,gegen den Strich' gehen - also ungewohnt wirken, aber dass sie ihnen gut tun. Genau das will ich erreichen: das gewohnte Muster aufbrechen und neue anbahnen, an den richtigen Stellen mobilisieren und dehnen oder stabilisieren“, erklärt Friedrich Horn.

„Oft bekomme ich auch die Rückmeldung von Müttern, die bei mir in Behandlung sind, dass sogar ihre Kinder gemerkt haben, dass sich etwas getan hat“, erzählt er. „Mama, du bewegst dich anders“, bemerkt der Nachwuchs.

Patienten aus dem ganzen deutschsprachigen Raum suchen Hilfe bei Friedrich Horn. Auch von Übersee kommen Hilfesuchende seinetwegen nach Bayern. Personen, die weiter von seiner Praxis entfernt wohnen, kombinieren nicht selten eine Behandlung mit einem Kurzurlaub in der Umgebung. Sie bekommen eine intensive Behandlung mit Beratung und ihrem Übungsprogramm für zu Hause. Hausfrauen und Sportprofis, Arbeiter, Angestellte und Selbständige, Handwerker und Industriebosse setzten schon ihr Vertrauen in den geborenen Münchner.

Horn absolvierte eine fünfjährige Modellausbildung in physikalischer Therapie. Außerdem besuchte er zahlreiche Zusatzausbildungen im orthopädisch-therapeutischen Bereich, bildete sich in krankengymnastischen Verfahren und orthopädischem Turnen wie auch in Pädagogik und Psychologie weiter. Nach seiner Selbständigkeit in zwei Kliniken und der eigenen physikalisch-therapeutischen und physiotherapeutischen Praxis kündigte er 1978 von sich aus seine Verträge mit den gesetzlichen Krankenkassen. „Ich wollte die Zeit nutzen, um meine Behandlungsmethoden weiter zu entwickeln“, erklärt Friedrich Horn. „Da konnte ich nicht mehr so viele Patienten wie bisher behandeln - mit meinen Angestellten zusammen waren das bis zu 75 Patienten pro Tag -, dafür aber um so gründlicher. Qualität geht mir über Quantität.“

Durch das bayerische Wirtschaftsministerium bekam Horn Kontakte in den USA, wo er in den 1980ern zu zwei Vortragstouren quer durch die Staaten unterwegs war (heute noch ist er dort beratend tätig im Rahmen eines US-Gastdozentenvertrages).

Von Anfang an ging der Therapeut mit großer Kreativität an die Arbeit heran. Die Patienten lagen ihm nicht bequem genug während der Behandlung: also erfand er sein eigenes Lagerungssystem für manuelle Behandlungen, das „Therapiekissen nach Horn“. Gab es nicht die Geräte, die er brauchte, dann entwickelte er solche. Insgesamt hat er etwa zehn seiner Erfindungen patentieren lassen.

„Mechanik und Anatomie haben mich schon immer interessiert“, bemerkt Horn. „Das kam mir zu Gute, in dem sie unter der Beachtung der nervengesteuerten Mechanismen die Basis meiner eigenen Behandlungsmethoden wurden.“ Gepaart mit den Erfahrungen aus Biomechanik, Massage, Bewegungstherapie, manueller Therapie, krankengymnastischen und Muskelentspannungstechniken entstand letztendlich die DWTH. Zusätzlich hat Horn seine eigene Mobilisationstechnik für die Behandlung der Gelenke an den Armen und Beinen entwickelt.

Alle seine neuen Erkenntnisse prüft Horn immer nach wissenschaftlichen Kriterien und berät sich mit Therapeuten und Ärzten an Universitäten und in Kliniken, bevor er sie weiter verwendet.

„Meine Behandlungsmethoden sind keine Allheilmittel, obwohl die meisten Patienten mit dem damit Erreichbaren zufrieden sind,“ fasst Horn zusammen. „Sie eignen sich zum Beispiel nicht für Menschen, die an bösartigen Tumoren, Multipler Sklerose oder fieberhaft-entzündlichen Erkrankungen leiden.“

Am wichtigsten bleibt ihm, trotz immer noch häufiger Vortrags- und Lehrtätigkeiten im In- und Ausland sowie seiner Beratertätigkeit für Firmen, die seinen Rat entweder bei der Entwicklung medizinischer Geräte oder zur besseren Arbeitsplatzgestaltung suchen, der Kontakt zu seinen Patienten. Den findet er nun in einem renovierten alten Allgäuer Bauernhaus in Roßhaupten, zwischen Pfaffenwinkel und Königswinkel.   

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Text B

Plattenspieler gegen Wirbelprobleme

Wir kennen es fast alle: Der Rücken schmerzt, der Nacken spannt, das Kreuz zieht. Die Ursache dafür ist oft in fehlerhaften Haltungen zu finden. Aber auch wer sich falsch bewegt, kann Probleme bekommen.

Der Therapeut und Biomechaniker Friedrich Christian Horn hat es sich zu einem Lebensziel gemacht, ganz gezielte Trainingsprogramme und Behandlungstechniken zu entwickeln, um Rücken- und Gelenkprobleme bei seinen Patienten einzudämmen.

„Linke Seite: Ellbogen gestreckt, die Handfläche liegt an der Knieinnenseite und drückt dieses gegen den Boden, das Bein gibt Gegendruck. Das rechte Bein ist im Knie gestreckt, die Zehen zum Fußrücken hin maximal gebeugt und leicht den Boden berührend. Die Ferse weist nach oben, die Zehen nach innen-unten; ja, wie beim Plattenspieler! Taille der Gegenseite einziehen – drei mal tief durchatmen, …“

So kann das Kommando für eine gezielt erarbeitete Übung der »Dynamischen Wirbelsäulen-Therapie« (DWTH) zur individuellen Stabilisation bei einem Patienten aussehen. Die DWTH ist als Variante der physikalischen Therapie anzusehen und stellt eine Alternative zur Chirotherapie und Osteopathie dar. Friedrich Horn betont, dass seine Behandlung ohne Ruck und Knack auskommt. Selbst bei so genannten Blockaden. „Was sind Blockaden?“ fragt Horn herausfordernd. „Das sind häufig schmerzhafte bewegungshemmende Verspannungen der Muskulatur, die ausgelöst werden durch überdehnte Bänder und Gelenkkapseln. Dabei sind die betroffenen Gelenke selbst zu wenig stabil. Das kann auch für die Bänder und Gelenke der Wirbelsäule zutreffen. Ich mobilisiere nur jene Gelenke und Wirbel, die im Gegensatz dazu bewegungseingeschränkt sind. So werden die davon ausgelösten muskulären Überbelastungen und Beschwerden an Nachbarwirbeln und -gelenken reduziert und behoben.“

Wer unter Rückenproblemen und Störungen, die von der Wirbelsäule ausgehen, leidet, kann seit mehr als 30 Jahren die Behandlung des Beckens und der Wirbelsäule nach Horns Entwicklung wählen, zu der seit elf Jahren auch die der übrigen Gelenke mit seiner »Manuellen Extremitätengelenks-Mobilisation« gehört.

Horn analysiert zuerst die gesamte Körperhaltung und die Bewegungen des Patienten. Oftmals stecken Fehlbelastungen und -haltungen am Arbeitsplatz und in der Freizeit hinter den Leiden. Schlechte Stühle und Autositze, krumme Haltungen und generell zu wenig oder falsche Bewegung sind Gift für die Wirbelsäule. Diese Komponenten können, oft noch verstärkt durch Stress und einfache Verspannungen, zu Bandscheibenschäden, Beckenbeschwerden und Schmerzen in Kopf und Kiefer, aber auch an den Gelenken der Arme und Beine führen.

Bei der Behandlung versucht der nunmehr 56-jährige die natürliche und, wie er sagt, „vom Schöpfer gewollte“ Funktion wieder herzustellen. Das kann beispielsweise zur empfohlenen Umstellung des Arbeitsplatzes oder zum Verzicht auf ungesunde Halbliege-Haltungen in der Freizeit, z. B. vor dem Fernseher, vielleicht auch zur Veränderung von falschen Schuhabsätze, führen. Sportliche Aktivitäten optimiert er zusammen mit den von ihm Behandelten ebenfalls.

Horn betrachtet seinen Befund und zieht ärztliche Diagnosen und Röntgenbilder hinzu, um sich sein Bild zum Problem zu machen und die individuellen Therapieprogramme zu erarbeiten. Die „Gegenmaßnahmen“ setzen sich zusammen aus passiver manueller Mobilisation, einer speziellen Elektro- und Ultraschalltherapie und einem Übungsprogramm für zu Hause.

Friedrich Horn ist es somit gelungen, Techniken zu finden, die am entspannten Patienten Fehlstellungen gezielt und passiv beheben. Gereizte Gelenke, die Wirbelsäule oder geschädigte Bandscheibenanteile werden von ihm nicht nur direkt therapiert. So mobilisiert er nur Gelenke und Wirbel, die zu wenig oder eingeschränkt und in falscher Art beweglich sind. Diese sind nach seinen Erkenntnissen diejenigen, die oft an ganz anderen Stellen des Körpers Beschwerden auslösen können. Seine Mobilisationen erfolgen nur entgegen den Fehlstellungen und Fehlfunktionen in eine Richtung, um so eine fremdgesteuerte Eigenkorrektur des Körpers zu erreichen. Die Behandelten liegen dabei optimal entspannt auf dem ebenfalls von ihm entwickelten Therapie-Kissen nach Horn, das als einziges Lagerungsgerät in dieser Art internationalen Patentschutz erhielt.

Ebenso hat Friedrich Horn bis dahin nicht beschriebene Muskelaktionen nachgewiesen, die miteinander in Verbindung stehen und über den ganzen Körper verlaufen, von den großen Muskeln der Arme und Beine bis zur kleinsten Muskulatur an der Wirbelsäule. Mit diesem Mechanismus der indirekten Einleitung und einer daraufhin fortgeleiteten eng umschriebenen Stabilisation werden zum einen Funktionsstörungen an Wirbeln, ganzen Wirbelsäulenabschnitten, aber auch an Gelenken, die Ursachen von Fehlbelastungen sind, über Reflexe aktiv verändert. Außerdem kommt es durch das gezielte Ansprechen der Bewegungszentren im Gehirn und Rückenmark zunehmend zu einer unbewussten Korrektur der gesamten Körperhaltung. Horns Patienten bekommen dazu individuelle und auf den Einzelnen abgestimmte Übungs- und Haltungsprogramme für zu Hause mit asymmetrischen Übungen gegen ihre Fehlstellungen. Dadurch verändert sich ihre Haltung und Bewegung weitestgehend unbewusst zunehmend weg von Fehlbelastungen wieder hin zur gesunden und unbelastenden Bewegung. Um objektiv zu erkennen, ob diese Maßnahmen auch die richtigen Muskeln ansprechen, misst Horn deren Anspannung mit elektromedizinischen Geräten, dem Muskeltonometer und einem Muskel-EMG, nach. „Viele Patienten berichten, dass die Übungen ihnen völlig ,gegen den Strich' gehen - also ungewohnt wirken, aber dass sie ihnen gut tun. Genau das will ich erreichen: das gewohnte Muster aufbrechen und neue anbahnen, an den richtigen Stellen mobilisieren und dehnen oder stabilisieren“, erklärt Friedrich Horn.

„Oft bekomme ich auch die Rückmeldung von Müttern, die bei mir in Behandlung sind, dass sogar ihre Kinder gemerkt haben, dass sich etwas getan hat“, erzählt er. „Mama, du bewegst dich anders“, bemerkt der Nachwuchs.

Horn absolvierte seine fünfjährige Modellausbildung für Physikalische Therapie hauptsächlich in München. Außerdem besuchte er im In- und Ausland zahlreiche Zusatzausbildungen im orthopädisch-therapeutischen Bereich, bildete sich in krankengymnastischen Verfahren, der Physiotherapie, und orthopädischem Turnen wie auch in Pädagogik und Psychologie weiter. Seine erste eigene Praxis eröffnete er in Kaufbeuren im Allgäu. Zusätzlich hatte er zeitweise die Abteilungen für Physikalische Therapie in den Krankenhäusern in Buchloe und Steingaden gepachtet, so dass er Berufspraktikanten in der Praxis und Klinik ausbilden konnte.

In Spitzenzeiten versorgte er mit seinen Angestellten bis zu 75 Patienten pro Tag.

Durch das bayerische Wirtschaftsministerium bekam Horn Kontakte in den USA, wo er in den 1980ern zu zwei Vortragstouren quer durch das Land unterwegs war. Heute noch ist er dort beratend tätig.

Von Anfang an ging der Therapeut mit großer Kreativität an die Arbeit heran. Die Patienten lagen ihm nicht bequem genug während der Behandlung: also erfand er sein eigenes Therapiekissen. Gab es nicht die Geräte, die er brauchte, dann entwickelte er solche. Insgesamt hat er etwa zehn seiner Erfindungen patentieren lassen.

Die Kassenzulassung für seine Praxis physikalisch-therapeutischer und physiotherapeutischer Behandlungen kündigte Horn 1978. „Ich wollte die Zeit nutzen, um meine Behandlungsmethoden weiter zu entwickeln“, erklärt er. „Da konnte ich nicht mehr so viele Patienten behandeln – dafür aber um so gründlicher. Mit geht Qualität auch hier über die Quantität.“

Die Eltern werden nötige Grundlagen für die Laufbahn des Sohnes gelegt haben: Der Vater war Maschinenbauingenieur und die Mutter Masseurin. Schon als kleiner Junge überraschte der kleine Fritz seinen Vater des öfteren, wenn er beispielsweise schon sehr früh im Hause anfallende Reparaturen, bevor sie der Vater durchführte, erledigte oder Teile der Modelleisenbahn heimlich instand setzte. Heute noch hat er eine Märklin-Minieisenbahn im Wohnzimmer stehen.

„Mechanik und Anatomie haben mich schon immer interessiert“, bemerkt Horn. „Das kam mir zu Gute, in dem sie unter der Beachtung der nervengesteuerten Mechanismen die Basis meiner eigenen Behandlungsmethoden wurden.“ Aus der Biomechanik und Neurophysiologie und den Erfahrungen mit Massagetechniken, Bewegungstherapien, manuellen Therapien, krankengymnastisch-physiotherapeutischen Techniken und Muskelentspannungstechniken entstand letztendlich die Dynamische Wirbelsäulen-Therapie. Zusätzlich hat Horn seine eigene Mobilisationstechnik für die Behandlung der Gelenke an den Armen und Beinen entwickelt.

Alle seine neuen Erkenntnisse prüft Horn immer nach wissenschaftlichen Kriterien. Sie müssen unter gleichartigen Voraussetzungen bei gleicher Anwendung zu gleichen oder ähnlichen Ergebnissen führen. Dazu berät sich mit Therapeuten und Ärzten an Universitäten und in Kliniken, bevor er sie weiter verwendet.

„Meine Behandlungsverfahren sind keine Allheilmittel, obwohl die meisten Patienten mit dem damit Erreichbaren zufrieden sind,“ fasst Horn zusammen. „Meine Methoden eignen sich zum Beispiel nicht für Menschen, die an bösartigen Tumoren, Multipler Sklerose oder fieberhaft-entzündlichen Erkrankungen leiden.“

Neben seinen Vorträgen ist Horn der Kontakt zu den Patienten am wichtigsten, den er jetzt in einem 300 Jahre alten Allgäuer Bauernhaus in Roßhaupten am Forggensee (Foto Forggensee) zwischen Pfaffenwinkel und Königswinkel pflegt.  

 

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